BGH stärkt Verbraucherrecht bei Streik der Passagierkontrollen

Der Bundesgerichtshof hat heute in einem wegweisenden Urteil entschieden, dass Fluggästen auch dann eine Entschädigung zusteht, wenn ein Flug wegen eines Streiks der Passagierkontrolleure am Startflughafen annulliert wurde (AZ: X ZR 111/17).

September 19, 2018

Hamburg, 4. September 2018

Der Bundesgerichtshof hat heute in einem wegweisenden Urteil entschieden, dass Fluggästen auch dann eine Entschädigung zusteht, wenn ein Flug wegen eines Streiks der Passagierkontrolleure am Startflughafen annulliert wurde (AZ: X ZR 111/17).

Im vorliegenden Fall überführte die Airline das Flugzeug OHNE Passagiere zum Zielort und begründete den Leerflug mit dem Streik der Passagierkontrollen. Tatsächlich befanden sich zum Zeitpunkt des planmäßigen Abflugs aber Fluggäste am Gate, die bereit waren, die Reise anzutreten. Während die beiden ersten Instanzen der Airline Recht gaben, kippte der BGH nun diese Entscheidung.

Das Urteil wurde von den Fluggastrechte-Experten der Hamburger Kanzlei DIEKMANN Rechtsanwälte erstritten, die EUflight bereits in prominenten Verfahren (u.a. bei dem EuGH Urteil gegen TUIfly oder dem Stopp des Abtretungsverbotes in den Ryanair AGB) vertreten hat „Das heutige BGH Urteil ist richtungsweisend, da sich Fluggesellschaften künftig nicht mehr mit dem pauschalen Hinweis auf Streiks herausreden können. Im vorliegenden Fall wäre es nicht nur möglich, sondern auch zumutbar gewesen, die abreisebereiten Fluggäste zum Zielort zu transportieren“, so Rechtsanwalt Moritz Diekmann. „Für die Airlines ist dieses Urteil ein weiterer Schlag ins Kontor und für die Verbraucher eine Stärkung ihrer Fluggastrechte“, ergänzt Dr. Lars Watermann, Geschäftsführer von EUflight.de.

Über EUflight:
Im Juli 2015 hat EUflight mit der Sofortentschädigung ein neues Marktsegment geschaffen. Fluggäste müssen nicht viele Monate auf das Ergebnis der Inkasso-Bemühungen eines Fluggasthelfers warten, sondern erhalten ihre Entschädigung innerhalb von 24 Stunden. Die Service-Gebühr beträgt 35% zzgl. MwSt. und wird für allfällige Anwalts- und Gerichtskosten, Kundenservice und Marketing verwendet. Das Besondere für den Verbraucher ist: Auch wenn EUflight den Anspruch gegen die Airline nicht durchsetzen konnte, kann der Fluggast die ausgezahlte Entschädigung behalten.

Pressekontakt für Rückfragen:

Dr. Lars Watermann
Tel: 040/822209622
E-Mail: presse@euflight.de

Gustav-Mahler-Platz 1, 20354 Hamburg
www.euflight.de

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