Fluggastrechte bei Unwetter

Schlechte Wetterbedingungen können den Flugverkehr lahmlegen – ein Grund nicht zu entschädigen?

Juni 21, 2017

Flugverspätungen und Flugausfälle verhindern ein pünktliches Ankommen am Zielort. Dabei handelt es in den meisten Fällen um einen außergewöhnlichen Umstand, der außerhalb des Herrschaftsbereiches der Airline liegt. Somit besteht grundsätzlich bei Annullierungen und starken Verspätungen, die wetterbedingt verursacht wurden, kein Anspruch auf eine Entschädigungszahlung nach der EU Verordnung für Fluggastrechte.
Jedoch gehören schlechte Wetterbedingungen auch zu den beliebtesten Ausreden der Fluggesellschaften. Ein Indiz dafür, dass es sich um eine Ausrede der Airline handelt, könnte sein, dass andere Flüge starten und landen und lediglich Ihr Flug von einer Verspätung oder Annullierung betroffen ist.

Wann werden schlechte Wetterbedingungen zu einem außergewöhnlichen Umstand

Schlechtes Wetter wie ein Unwetter kann als außergewöhnlicher Umstand bezeichnet werden, wenn es das Abheben gefährlich oder unmöglich macht. Das kann zum Beispiel durch Schnee, Eisregen, Sturm oder Nebel verursacht werden. Unabhängig davon, ob ein außergewöhnlicher Umstand vorliegt oder nicht, ist die Airline verpflichtet wartenden Fluggästen nach einer bestimmten Zeit Versorgungsleistungen zukommen zu lassen.

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